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HÖHEN & TIEFEN

Komme ich klar? Mal mehr, mal weniger!

War ich im letzten Jahr vom Leben, der Gesellschaft und mir selbst überfordert? Ja! War ich gequält von Panikattacken und Angstzuständen? Ja! Habe ich diese harte Zeit überstanden? Offensichtlich, Ja! Habe ich Angst davor, wieder zurückzufallen, in diese dunkle, prägende Phase? Verdammt, ja! Jeden Tag! Bin ich diesem Zusammenbruch dankbar? Verdammt, ja! Jeden Tag!

 

AUF LOS GEHT'S LOS!

 

Dieser Zusammenbruch ist der Beginn meines Durchbruchs.

So vieles hat sich verändert durch meinen Zusammenbruch, den ich ab heute liebevoll meinen Durchbruch nenne, weil ich ihn grundsätzlich als solchen empfinde. Die Phase meines Lebens war prägend und ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass sie sowohl Wachstum, als auch tiefe Wunden in mir hinterlassen hat, die vielleicht auch nie mehr ganz verheilen werden. Denn oft braucht es nicht viel im Leben, um diese Wunden wieder offen zu legen – etwas Unachtsamkeit im Umgang mit sich selbst oder eine Kritik oder Sorge eines Außenstehenden – reichen oftmals aus dafür. Doch so schnell dies in die eine Richtung passieren kann, braucht es wieder viel Zeit und Geduld, um zum heilen, was aufgerissen wurde.

 

Ich finde mich immer noch häufig in Momenten wieder, in denen ich mich selbst überrasche und mich nicht wieder erkenne. Mein Mindset hat sich verändert, meine Interessen haben sich verändert. Ich ziehe oft stille Abende auf der Couch mit einem Buch einer langen Partynacht in Gesellschaft vor und fühle mich wohl und erfüllt dabei. Dennoch habe ich manchmal das Gefühl, nicht mehr so richtig dazu zu passen, nicht mehr in das Mindset der Gesellschaft zu passen.

 


GLANZ & GLAMOUR

 

Zufriedenheit in dem finden, wer man ist.

Unsere Welt kann manchmal schon ziemlich laut sein. Es kann oft schwer fallen, sich selbst darin nicht zu überhören, der eigenen Stimme – der Stimme des Herzens – zu folgen und seine eigenen Träume und Vorstellungen zu leben. Vor allem im Bereich von Social Media und Werbung, empfinde ich das als schrecklich und – JA – ich verdiene einen Teil meines Geldes damit. Dies ist auch einer der Gründe, warum ich lange mit mir gerungen habe, da mit zu machen, mit meinen Gedanken über online Kanäle, wie Instagram usw. nach draußen zu gehen. Nach außen hin ist alles Leben und Gelebte aufpoliert und strahlt in vollem Glanz. Die Schwierigkeit liegt darin, mit sich zufrieden zu sein, sich als Beobachter /-in dadurch nicht als schlecht oder gar ungenügend vorzukommen und noch wichtiger, als Mitgestalter /-in dieser Online-Welt, sein eigenes Leben und Denken nicht hinter einer Fassade aus Glanz und Prestige zu verstecken oder besser gesagt zu verlieren. Zu unterscheiden, zwischen den eigenen Gedanken & Träumen und denen der Anderen ist eine Herausforderung im Leben generell und zudem auch noch in das Bild unserer Gesellschaft zu passen, ist meines Erachtens nach eine große Kunst.

 

Warum ich also dennoch aktiv bin im Social Media Bereich und meine Gedanken in Form von Blog-Beiträgen nach außen trage? Erstens, weil es mir selbst unglaublich hilft, zu schreiben und so für Ordnung und Klarheit in meinem Denken zu sorgen, und Zweitens, weil ich der Meinung bin, dass ich durch meinen Durchbruch ein Geschenk erhalten habe, das ich in dieser Form und im Unterrichten von Yoga, weitergeben darf. 


"Ich habe das Gefühl, durch meine Tiefen einen Hauch einer Ahnung bekommen zu haben, wovon ich spreche, wenn ich Wörter wie Akzeptanz, Loslassen und im Moment sein in den Mund nehmen und das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und auch einer Brise Stolz."


FAZIT

 

Über die Angst davor, hinter einer Fassade zu leben.

Ich habe Angst davor, hinter einer Fassade zu leben. Ich habe Angst vor Menschen, die hinter einer Fassade leben. Es macht einsam und traurig. Ich möchte Menschen an meinem Leben und meinem Denken teilhaben lassen, authentisch sein und ich möchte vor allem mit diesen Worten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass es okay und normal ist, Tiefphasen zu durchlaufen. Dass es genau so erstrebenswert ist, Emotionen daraus entstehend auszusprechen und zeigen zu können, und nicht nur in der glanzvollen, positiven Seite versteckt zu bleiben. Wichtig ist, sich selbst treu zu bleiben und zu machen, was einem selbst gut tut. Und wenn es bedeutet, ein sonniges Wochenende im Bett zu verbringen und zu schreiben, die Wohnung und damit verbunden auch in deinen Gedanken aufzuräumen und durchzuputzen – Ja, das war mein Wochenende. :) – dann ist es gut so. Alles was dir hilft, um neue Kräfte zu tanken ist gut.

 

Ich liebe was ich tue, ich liebe die kreative Seite an mir, die im Beruf als Grafikerin ihren Ausdruck finden kann und noch mehr liebe ich die Möglichkeit Yoga zu unterrichten und darin etwas gefunden zu haben, dass meinem Durchbruch einen Sinn gibt. Wir sind alle nur Menschen. Jeder durchläuft seine Höhen & Tiefen und diese nach außen zu zeigen bedeutet für mich wahren Mut und Authentizität. Ich habe das Gefühl, durch meine Tiefen einen Hauch einer Ahnung bekommen zu haben, wovon ich spreche, wenn ich Wörter wie Akzeptanz, Loslassen und im Moment sein in den Mund nehmen und das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und auch einer Brise Stolz.

 

Danke, für deine Zeit, meine Zeilen zu lesen!

Namasté

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Kommentare: 2
  • #1

    Julia (Sonntag, 13 Oktober 2019 14:46)

    Wow - ein sehr ehrlicher und dadurch sehr wertvoller Artikel! Gerade Tiefphasen zeigen einem, was man loslassen sollte und wovon es mehr geben darf. Wenn man diese Phasen auch zulässt und in sich reinhört, machen sie auf jeden Fall Sinn. Der Zusammenbruch wird zum Durchbruch - super-schön formuliert - und man nimmt dafür auch die Höhenflüge wieder viel bewusster und dankbarer wahr :)!

    Lg,
    Julia vom visionsgarten

  • #2

    Dani - Yoga Your Moment (Sonntag, 13 Oktober 2019 15:01)

    Danke, liebe Julia, da hast du Recht. :) Vielen Dank für deine Zeit und deinen Kommentar.

Schön, von dir zu hören!

Yoga Your Moment


Daniela Aistleitner
Zertifizierte Yoga-Trainerin

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